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Ostern - Ich war es nicht

Ostern - Ich war es nicht

„Ich war’s nicht!!“ Die Gemeinde schreckt auf.

Lautstark tönt es so am Karfreitag durch den Gottesdienstraum. So redet sich die Menschheit seit Anbeginn aus jeder Schuld heraus. Doch dann wird es immer stiller. Wir erkennen und erfahren, dass da jemand kam und sagt „Ich war’s“.
Deborah Storek leitet uns mit ausgewählten Bibellesungen und einer Andacht sehr feinfühlig an die Erkenntnis, dass da jemand kam und die ganze Schuld, unsere Schuld, auf sich nahm. Alle Schuld.
Wir dürfen die letzten Stunden unseres Herrn intensiv durchleben. Wir erleben die Fassungslosigkeit und Hilflosigkeit der Jünger. Wie hätten wir uns verhalten? So schrecken wir wiederum zusammen. Doch jetzt in Demut. Innerlich. In Stille. Sanft untermalt von Streichern unseres Klassik-Musikteams.

Nicht untermalt, sondern unterstrichen werden wir zurückgeholt zur Nähe unseres Herrn, indem wir zusammen Abendmahl feiern. Gemeinsam, und doch für sich ganz persönlich, schreitet jeder an die Tafel des Herrn und legt alles, was ihn von IHM abhält, am Kreuz nieder.

Doch nach ein paar Tagen der Besinnung kommt die Freude. Doppelte Freude. Ostersonntag. „Er ist auferstanden. Er ist wahrhaftig auferstanden“. So lautet heute die freudige Begrüßung aus aller Munde. Doppelte Freude, weil zur Auferstehung Christi noch eine weitere Auferstehung dazu kommt. Taufe.

Osterfrühstück 2018

Ostern ist Freude. So beginnen wir diesen Morgen mit einem quirligen Osterfrühstück. Aus vielen leckeren Brötchen und mitgebrachter Auflage kann sich jeder seine Stulle zurechtzaubern. Es wird viel geredet und gelacht. Osterlachen eben.
Das Osterlachen geht in Gesang über. Der Gottesdienst beginnt. Mit einer fröhlichen Andacht von Deborah. Und nichts könnte unseren gemeinsamen Rhythmus besser tragen als unsere Jugendband.  Wie kann man die Auferstehung besser feiern? Jesus ist in unserer Mitte. Er ist da. Unter uns. Das Kreuz ist leer. Wir sind gerettet. Das alles klingt, wie in einem Film.
Wir sind wie die Träumenden. So muss es auch den Jüngern damals vorgekommen sein.
„Denn wenn du mit deinem Mund bekennst: Herr ist Jesus - und in deinem Herzen glaubst: Gott hat ihn von den Toten auferweckt, so wirst du gerettet werden“.
Das wollen wir singen und tanzen. Mit dem Mund, dem Herzen und mit allem, was wir haben.
Die Freude nimmt kein Ende.

Drei liebe Menschen ziehen sich zurück, um in weißen Kleidern wieder zu erscheinen. Sie heißen Aysun, Martina und Gerhard. Jesus Christus, der Auferstandene kennt ihre Namen. Schon längst. Und nun wird es besiegelt: sie sind unsere Geschwister für immer.
Unser Pastor Daniel Storek will sie nun fest in die Gemeinde Christi aufnehmen. Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes sollen sie adoptiert werden. Wir bekommen Zuwachs, Geschwister. Wie feierlich. Wie bewegend.
Alle drei berichten, was sie zu ihrem Entschluss bewegt hat, den Schritt zu tun, ein Teil des Leibes Christi zu sein. Für immer. Fest verankert als Reben im Weinstock, der da heißt: Jesus Christus. Unterstrichen mit ausgewählten Taufsprüchen aus der Bibel, die sie bis zum Ende aller Zeiten begleiten werden.
Dann werden sie untergetaucht. Durch Daniel. Doch von dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist. Kurz und schmerzlos. Dann ist alles vorbei.

Vorbei?
Jetzt fängt erst alles richtig an. Die Jugendband schmettert wie noch nie. Wir freuen uns unbändig, singen und tanzen. Und wisst ihr was? Auch die Engel tanzen. Die Freude im Himmel ist unfassbar. Und wenn ihr gut zuhört, könnt ihr sie singen hören. Und sie singen heute noch.
Jetzt fängt erst alles richtig an.

Julie